ÜBERBLICK

Die Webseite S.G.B. | Sissach-Gelterkinden-Bahn ist eine dynamische Onlinedokumentation und Kurzzusammenfassung der wechselhaften und spannenden Geschichte der S.G. Die Bahn war die zweite elektrisch betriebene Bahn der Schweiz überhaupt. Die schmalspurige Trambahn verkehrte von 16. Mai 1891 bis 7. Januar 1916 zwischen den beiden Baselbieter Gemeinden Sissach und Gelterkinden.

Geschichtlich wurden die Grundlagen für die Bahn Mitte des 19. Jahrhunderts gelegt. Damals ging es um eine Bahn-Verbindung von Basel ins Mitteland. Zur Auswahl standen die Variante Hauenstein und Schafmatt. Als am 1. Mai 1858 die untere Hauensteinlinie eröffnet wurde war klar, Gelterkinden wird keinen direkten Anschulss an das Bahnnetz der damaligen SCB (Schweizerische Centralbahn) haben. Von dieser erhoffte sich die Gemeinde nämlich einen wirtschaftlichen Aufschwung. Am 17. Juni 1872 gelangte der Gemeinderat Gelterkinden zusammen mit einem «Provisorischen Comité für eine Bahn nach Gelterkinden» mit einem als «Petition von der Gemeinde Gelterkinden und Privater» betitelten Gesuch an den Regierungsrat. Nur Wochen später wurde mit einem zweiten Gesuch um die Bewilligung für «die Vermessung der Eisenbahnlinie Sissach-Gelterkinden» nachgedopplet. Der Regierungsrat gab das OK, bauen sollte die Zweigverbindung Sissach-Gelterkinden die SCB im Zuge der Schafmattbahnprojekts.

15 Jahre nachdem die Schafmattbahnstrecke "gebodigt" wurde bildete sich in Gelterkinden erneut ein lnitiativkomitee für den Bau einer Anschlussbahn unter dem Vorsitz von Th. Gerster-Bussinger. Führende Köpfe des oberen Baselbiets konnten nämlich nicht zusehen, dass ihre Gegend gänzlich vom Schienenstrang abgeschlossen blieb und auf diese Weise schwere wirtschaftliche Nachteile ertragen musste. Dieses Komitee richtete am 20. Januar 1888 ein Gesuch an den Regierungsrat des Kantons, welches die Erstellung einer normalspurigen Zweiglinie von Sissach nach Gelterkinden bezweckte, so wie sie 1872 projektiert wurde. Es hatte vorher während zweier Monate Erhebungen über die Wirtschaftlichkeit eines solchen Unternehmens angestellt, welche positiv ausgefallen waren.

Am 27. Juni 1888 wurde die Linie durch einen Bundesbeschluss bewilligt. Die Auflage war, dass diese von der SCB innert zwei Jahren erstellt werden muss. Diese verweigerte aber den Auftrag, da sie den Unterhalt dieser Zweigstrecke als unrentabel einschätzte. Dem Komitee blieb nichts anders übrig, als sich für eine Verlängerung der Konzession einzusetzen und neue Mittel und Wege zur Verwirklichung des langersehnten Bahnanschlusses zu suchen.

Erst Anfangs 1890 fand sich die richtige Lösung, indem sich die Initianten mit der Berner Baufirma "Pümpin & Herzog, Gesellschaft für Spezialbahnen", in Verbindung setzten. Diese unter der Leitung des Sissacher Bürgers Emil Pümpin stehende Unternehmung hatte zuvor die Birsigthalbahn gebaut und erstellte nun die Pläne für eine gleichartige Meterspurbahn nach Gelterkinden. Nach Verhandlungen mit der Regierung sagte diese zu die Linie teilweise in die Landstrasse verlegen zu dürfen.

Am 4. Juli 1890 erteilte der Bund eine neue Konzession und noch im gleichen Jahr begannen die Bauarbeiten. Am 16. Mai 1891 wurde die Linie Sissach-Gelterkinden eröffnet. Sie war nach der am 6. Juni 1888 eröffneten Strassenbahn Vevey-Montreux-Chillon die zweite elektrische Bahn in der Schweiz.

Die benötigte Elektrizität wurde aus einem eigens dafür gebauten Wasserkraftwerk bezogen, das neben dem Wasser der Ergolz auch dasjenige des Homburgerbaches bezog. Wegen Wassermangels musste aber schon sehr bald die bewährte Dampfkraft zu Hilfe gezogen werden. Nach zwei Provisorien wurde 1893 und 1898 eine Dampflokomotive gekauft. Mit Baubeginn der Hauenstein-Basislinie ab 1912, die Gelterkinden an die Transitlinie Basel-Olten anschloss, wurde der Betrieb des «Gelterkinderli» in Frage gestellt. Ab Mai 1914 verkehrten nur noch Wagen der 3. Klasse, im Spätsommer 1915 stellte man den elektrischen Betrieb ein und verkaufte die Kupferdrähte der elektrischen Fahrleitung, den kriegsbedingten Anstieg des Kupferpreises ausnützend. Am 7. Januar 1916 wurde der Betrieb eingestellt und die Gesellschaft liquidiert.

Zur S.G.B. wurden 1992 und 2016 zwei Bücher geschrieben die hier ebenfalls Erwähnung finden. Die Webseite soll keine Kopie dieser sein, vielmehr bietet sie Möglichkeiten die ein Buch nicht anbieten kann. Sie als Besucher können quasi an der Kompletttierung der Geschichte, von Fakten, Fotos, Dokumenten selber mitwirken. Z.B. fehlen etliche Personennamen [icon=external-link][/icon] auf Fotos. Das Foto-Archiv [icon=external-link][/icon] zeigt zwar einen Überblick aller bis heute bekannten Aufnahmen, aber vielleicht haben genau Sie ein Foto das bis heute unbekannt ist?! Der Zeitraffer [icon=external-link][/icon] versucht die Geschichte der S.G.B. in den Kontext der damaligen (Eisenbahn-) Geschichte zu stellen.

Apropos: Die Abkürzung S.G. (Eisenbahn Sissach-Gelterkinden) wurde nur in den Anfängen der Bahn gebraucht. Schon bald bürgerte sich die Bezeichnung S.G.B. für Sissach-Gelterkinden-Bahn ein. Unter diesem Namen ist die Eisenbahn bis heute bekannt und so ist auch diese Webseite benannt.


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